Es gibt sehr viele Gemeinsamkeiten, aber auch viele Unterschiede. Gänse sind in der Regel größer als Enten und haben oft längere Hälse. Bei Enten sehen Männchen und Weibchen unterschiedlich aus, wie z.B. bei unseren Laufentenpaaren. Bei Gänsen haben Männchen und Weibchen das gleiche Gefieder. Gänse sind Veganer:innen und suchen ihr Futter an Land. Enten sind Allesfresser und suchen ihr Futter auch im Wasser. Gänse ziehen ihre Jungen meist als Paar auf und haben langfristige Partnerschaften. Enten suchen sich immer wieder neue Partner:innen.
Die meisten Wildgänse und Wildenten sind ausgezeichnete Flieger. Die Hausrassen hingegen können meist nicht mehr fliegen weil sie zu schwer sind. Auf Hof-Sonnenweide haben wir gerettete Martini- und Weihnachtsgänse die nicht mehr fliegen können. Außerdem noch 2 Pekingenten die ebenfalls nicht fliegen. Unsere Laufentenpaare Fini und Daniel sowie Gisi und Erich können hingegen kurze Strecken fliegen.
Ja wir sind überzeugt davon. Enten sind neugierige und lernfähige Tiere. Sie erkennen Artgenossen, merken sich sichere und unsichere Orte und können erstaunlich geschickt Probleme lösen, wenn es um Futter oder ihren Lieblingsplatz geht.
Enten kommunizieren über verschiedene Laute miteinander. Sie warnen vor Gefahren, rufen ihre Gruppe zusammen oder zeigen Aufregung und Freude. Das bekannte Schnattern ist also ein wichtiger Teil ihrer Sprache. Wenn unsere Entenpaare zufällig getrennt werden rufen sie solange nacheinander bis sie wieder vereint sind.
Gänse verteidigen ihre Familie und ihr Revier sehr engagiert. Was oft als Aggressivität wahrgenommen wird, ist meist ein normales Schutzverhalten. An den Patenschaftstagen sind alle Tiere bei uns auf der großen Teichwiese versammelt. Das passt unsere Chefgans Elvira gar nicht. Sie zischt und bedroht die Esel, die Pferde und läuft ihnen sogar drohend nach. Diese Gänse kennen keine Furcht. Auch Menschen die ihrer Herde zu nahe kommen werden schnell vertrieben.
Wenn Gänse sich bedroht fühlen oder ihre Familie schützen möchten, können sie zischen. Damit signalisieren sie deutlich: „Bitte Abstand halten.“ In den meisten Fällen ist das eine Warnung. Unserer Erfahrung nach sollte man sich dann entfernen, sonst könnte ein Angriff folgen.
Enten brauchen Zugang zu Wasser, um ihr Gefieder zu pflegen und natürliche Verhaltensweisen auszuleben. Das muss nicht zwingend ein großer Teich sein, ausreichend Bade- und Waschmöglichkeiten sind jedoch unverzichtbar. Unser Gänse und Enten lieben ihren Teich, der nicht sehr tief aber groß genug ist um darin herumzuschwimmen.
Nein, Brot ist für Wassergeflügel gänzlich ungeeignet. Es enthält neben Backtriebmittel zuviel Stärke oft in Form von Zucker, Salz und oft auch Schimmel. Im Magen und im Hals quillt das Brot dann auf. Im schlimmsten Fall können sie daran sterben.
Ja. Enten legen wie alle Vögel Eier um sich fortzupflanzen. Wie viele Eier sie legt, hängt von ihrer Rasse, ihrem Alter und der Jahreszeit ab.
Unsere Enten und Gänse werden nicht zur Eierproduktion gehalten. Die gelegten Eier dienen oft als wertvolle Nahrung für andere Hofbewohner oder werden von den Tieren selbst genutzt. Für uns stehen die Tiere und nicht ihre Leistung im Mittelpunkt.
Ja. Sowohl Gänse als auch Enten sind sehr soziale Tiere. Sie fühlen sich in Gesellschaft von Artgenossen am wohlsten und pflegen oft enge soziale Beziehungen. Wenn unsere Gänse über das ganze Gelände des Hofes streifen und die Reviere der anderen Tiere erobern sind sie immer als Gruppe unterwegs.
Beobachtungen zeigen, dass Gänse nach dem Verlust eines Partners oder eines Familienmitglieds ihr Verhalten verändern können. Sie gelten als Tiere mit starken sozialen Bindungen.
Die ersten Gänse kamen auf den Hof weil sie in einer Tombula bei einem Ball gewonnen wurden. Die Gewinner fragten ob wir sie aufnehmen konnten. Die meisten unserer Gänse sind ehemalige Martini und Weihnachtsgänse. Daniel, ein Laufentenerpel tauchte eines Tages einfach auf unserer Wiese auf. Gisi und Erich haben wir auf der Straße gefunden. So hat jedes Tier seine eigene Geschichte.
Ja. Mit einer Tierpatenschaft unterstützt du die Versorgung unserer gefiederten Bewohner und hilfst dabei, ihnen ein sicheres Zuhause auf Lebenszeit zu ermöglichen.
Ja, im Rahmen einer Patenschaft kannst du die Enten und Gänse und alle anderen Tiere am Lebenshof Sonnenweide 2 mal pro Monat besuchen kommen. Immer am 2. und letzten Sonntag im Monat finden die exklusiven Patenschaftstage statt.