Pute Paula in der Notaufnahme

Kranke und verletzte Tiere sind bei uns am Lebenshof leider keine Ausnahme mehr, sondern mittlerweile Teil unseres Alltags. Das liegt einerseits daran, dass immer mehr Tiere in unserer Obhut leben, andererseits aber auch, dass viele unserer Schützlinge älter werden – und damit natürlich mehr tierärztliche Betreuung brauchen.

Unsere nächste Patientin ist Pute Paula. Die ehemalige Mastpute ist vermutlich von einem erhöhten Platz heruntergesprungen und hat sich dabei das Bein gebrochen. Wobei „erhöhter Platz“ hier zur Verdeutlichung relativ ist: Die Tiere schaffen es mit viel Anstrengung flatternd auf eine etwa 50–60 cm hohe Plattform, auf der wir die Hühner füttern. Gerade hoch genug, damit die Schweinchen nicht mehr raufkommen. Und genau dieser halbe Meter ist Paula nun zum Verhängnis geworden.

Das Gewicht im Verhältnis zur Knochenstabilität geht sich irgendwann einfach nicht mehr aus. Normalerweise flattern die Puten ab einem gewissen Alter auch gar nicht mehr so hoch – aber Paula wollte es offensichtlich noch einmal wissen. Es soll ja auch Menschen geben, die mit 100 noch Fallschirmspringen gehen. 

Wir waren mit ihr bereits in einer Spezialpraxis für Geflügel. Dort wurde ihr Bein geschient und verbunden. Jetzt hoffen wir, dass die Knochen mit guter Pflege, viel Ruhe und ein bisschen Geduld wieder ordentlich verheilen.

Haltet uns die Daumen, dass es Paula bald wieder besser geht.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0