Vor ein paar Tagen waren wir am frühen Abend unterwegs zu unseren Freunden Gisi & Erich. Es schüttete in Strömen, und der kalte Wind peitschte die Tropfen waagrecht gegen die Windschutzscheibe. Ein Wetter, bei dem man weder Hunde noch sonst irgendwelche Tiere oder Menschen vor die Tür setzt.
Wir waren schon rund zwei Kilometer vom Hof entfernt, als plötzlich mitten auf der Hauptstraße zwei Laufenten watschelten. Das gibt’s ja nicht?! Sind das etwa Fini und Daniel? Durch die regennasse Windschutzscheibe sah es tatsächlich kurz so aus, als wäre es unser Laufentenpärchen. Aber zwei Kilometer von zuhause entfernt?!
Wir haben sofort das Auto quergestellt und die Warnblinkanlage eingeschaltet. Dann sind wir beide aus dem Auto gehüpft und haben die Enten erst einmal von der Straße getrieben. Von dort sind sie direkt in einen angrenzenden Garten geschlüpft. Also schnell das Auto umgeparkt und kurz beratschlagt: Kann man einfach so in einen fremden Garten springen? Es war ganz offensichtlich niemand zuhause. Aber angesichts der Tatsache, dass die beiden Enten vermutlich nicht lange warten würden, um wieder auf der Straße zu landen, ist Andi schließlich über den Zaun geklettert und hat die beiden eingefangen. Elisabeth hat die Enten draußen entgegengenommen und ins Auto verfrachtet.
In der Zwischenzeit waren wir natürlich klatschnass. Das hübsche Pärchen (die Enten, nicht Elisabeth und Andi) haben wir dann zuhause gesichert und sind anschließend doch noch zu unseren Freunden gefahren.
In den nächsten Tagen haben wir alles versucht, um herauszufinden, wem die beiden Enten entlaufen sind. Niemand hat sich gemeldet. Niemand kennt die Besitzer. Wir lassen das jetzt einfach mal unkommentiert und sagen nur: Herzlich willkommen, Gisi & Erich!

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