Wanderung Tag 12

Als ich aufwache nachdem ich tief und fest geschlafen habe, gehe ich gleich einmal zu Igor und den anderen Eseln und Pferden. Dieser Rythmus fühlt sich sehr vertraut an und erinnert mich an zu Hause. Ich begrüße die Tiere, kraule Igor und beginne damit auszumisten. Die Tiere sollen nicht im Dreck stehen, wenn sie dann ihr Heu bekommen. Igor wirkt sehr entspannt und ich wende die Griffe an die Sandra mir gezeigt hat um Igors Lymphfluss anzuregen. Das tut ihm sichtlich gut. Er verrenkt den Kopf nach vorne und seine Unterlippe wackelt.

Ich fühle mich gerade sehr wohl und Igor offensichtlich auch. Der Tag verläuft sehr gechillt. Ich helfe beim Mittagessen an dem 16 Personen der Gemeinschaft teilnehmen und genieße das gute Linsengulasch das Peter gekocht hat und an dem ich mitgeholfen habe die Zutaten zu schneiden. Ich beobachte die Erwachsenen und die vielen Kinder die hier am Lebensgut wohnen und teilweise auch arbeiten. Für die Kinder ist es sicherlich ein Paradies gleichzeitig so frei und trotzdem unterstützt und gehalten von der Gemeinschaft aufzuwachsen.

Den Nachmittag verbringe ich wieder bei Igor und seinen tierischen Kollegen. Ich lasse ihn aus der Box und er frisst neben mir Gras und kommt immer wieder zu mir um sich die Brust oder den Hintern kraulen zu lassen. Wenn ich an den morgigen Tag denke, werde ich wieder etwas unsicher. Wo werde ich wohl übernachten, werde ich mich sicher fühlen so wie hier? Es ist fast ein ähnliches Gefühl wie bei meiner Abreise von zu Hause, nur nicht ganz so intensiv. Trotzdem ist es an der Zeit weiter zu ziehen, es warten noch viele Abenteuer auf Igor und mich. 

 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Kornelia Valenka (Freitag, 07 Juni 2024 07:20)

    Liebe Elisabeth, bin heute das erste mal auf diese tolle Seite von dir und deinen Eselchen gestoßen . Es tut in der Seele gut deine Geschichten mitzuverfolgen , man lebt mit euch mit , so schön �� habe jetzt noch einiges von deinen Tagebuch zu lesen . Danke liebe Elisabeth ��und noch eine wunderschöne Zeit ����