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Das Heu der anderen schmeckt immer besser

Unsere sechs Ziegen  haben ein riesen großes Gehege mit einem Waldstück, besser gesagt das was sie davon übrig gelassen haben, einer Wiese und viele Platz zum springen, spielen und laufen. Als wir die Ersten bekamen wollten wir sie komplett frei am Gelände herumlaufen lassen, leider mussten wir den Versuch bald abbrechen, nämlich als die erste Ziege mir vom Giebel unseres Daches fröhlich zumeckerte. 

 

Diese Rasselbande kommt einfach überall hin und rauf und runter und durch und ist leider dabei auf Zerstörungsmission. Kein Baum und kein Strauch ist vor ihnen sicher wenn sie beschlossen haben das Projekt in Angriff zu nehmen. Innerhalb kürzester Zeit ist der Baum entrindet, entlaubt und damit gestorben.  Der Zaun vom Ziegengehege wird regelmäßig geflickt und verstärkt und ähnelt mittlerweile ein bisschen Fort Knox weil sie es immer wieder schaffen eine Schwachstelle zu finden. Nicht mal ein Stromzaun hält sie wirklich davon ab immer wieder rauszukommen. 

 

Böse sind wir ihnen schon lange nicht mehr, na ja, Andi manchmal schon wenn sie seine erfindungsreichen Barrieren wieder mal innerhalb kürzester Zeit überwunden haben und ihm höhnisch zugrinsen. (ja, Ziegen können das 😀) 

 

Heute war ich aber selbst schuld weil ich die Türe hinter mir nicht richtig geschlossen hatte, nachdem ich ihnen ihr Frühstück gebracht habe. Dafür haben sie einen 6. Sinn und schon waren alle auf der Wiese und spazierten diesmal Richtung Pferde- und Eselkoppel. Ich ließ ihnen den Spaß weil es so schön und lustig ist ihnen bei den Streifzügen zuzusehen. Unmöglich sauer zu sein wenn man sieht mit welcher Neugier sie alles ansehen, anknabbern und erkunden. Boris hatte überhaupt keinen Genierer und begann am Heuhaufen von dem Liberty gerade fraß zu knabbern. Erstaunlicher Weise hatte mein Hafi nur wenig dagegen und nahm es gelassen, dass ein Ziegenbock da einen Teil seines Futters mampft. Erstaunlich deshalb weil Liberty sehr futterneidig ist und er normalerweise nicht gerne teilt. Wahrscheinlich haben ihn die Hörner von Boris beeindruckt.

 

Jetzt sind sie wieder zurück in ihrem Revier. Das ist ganz leicht, man braucht nur mit Futterschüsserln gefüllt mit Getreide vorangehen, dann schaltet das Ziegenhirn auf "Fressen" um und sie folgen mir wie die Ratten den Flötentönen des Rattenfängers. 

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