Nur die Liebe zählt...

Nachdem die Wunde bei Rudi nun endlich verheilt war, und auch die Wartezeit nach der Kastration verstrichen war (Schafböcke sind bis 8 Wochen nach der Kastration noch zeugungsfähig!) haben wir begonnen Rudi mit den anderen Schafen zusammenzuführen. 

Mit, sagen wir mal so, bescheidenem Erfolg...

Rudolph hat sich NULL für die anderen Schafe interessiert. Im Gegenteil. Sobald wir ihn zu den Schafen ins Gehege gebracht haben, hat er sich hinter uns versteckt. Also haben wir uns hinausgeschlichen. Mit dem Ergebnis, dass er uns kläglich hinterhergerufen hat. 

Also haben wir ihn nach ein paar Stunden wieder zu uns in den Hof geholt. Dort war er zufrieden, und hat sich bei jedem Vorbeigehen kuscheln lassen. Nach ein paar Tagen waren wir schon soweit, dass wir die Hoffnung auf eine glückliche Vergesellschaftung weit, sehr weit in die Zukunft geschoben haben. Rudi wollte einfach kein Schaft sein.

Aber dann kam Mara!

Schafdame Mara übernimmt bei Neuzugängen traditionell immer die Begrüßungen und Eingliederung in die Herde. Sie hat auch bei Rudi nicht locker gelassen. Und siehe da. Eines Tages hat Rudi das erste Mal so richtig hingesehen. Und festgestellt. Die Dame ist hübsch! Ab diesem Zeitpunkt wich er ihr nicht mehr von der Seite. Am Abend ist er mit der Herde gemeinsam Seite an Seite mit Mara ins Schafgehege gewandert. Ein kurzer Blick zurück zu uns. Und dann den Schafen nach. 

Emelie hat gemeint, so muss es sich anfühlen wenn eine Mama ihr Kind das erste Mal in den Kindergarten bringt und dieses verschwindet glücklich mit seinen neuen Spielgefährten.

Wir sind superglücklich, dass Rudolph jetzt richtig angekommen ist, und beschlossen hat ein Schaf zu sein!

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