Notruf mit Happy End

Notruf mit Happy End und ein Weihnachtswunder

Am 22. Dezember, zwei Tage vor Weihnachten, erreicht uns ein Notruf der engagierten Amtstierärztin aus dem Bezirk Oberwart. Ein Schafbock. Unkastriert. Alleine. Die Besitzerin schwer krank, die Situation nicht mehr tragbar. Ob wir helfen können?

Und jetzt sag einmal zwei Tage vor Weihnachten Nein

Also spannen wir am nächsten Morgen den Hänger ein und machen uns auf den Weg in den Süden. Vor Ort wird schnell klar, warum es so dringend war: Der Schafbock steht allein in einem kleinen Verschlag. Und der Bock ist riesig! Seit Jahren offenbar nicht geschoren, klatschnass, mit einem halben Wald in der Wolle. Die Filzschicht ist über zwanzig Zentimeter dick – sie lähmt ihn regelrecht.

Zu dritt fangen wir den großen Kerl ein und bugsieren ihn in den Hänger.

Unser erster Weg führt direkt zur Tierärztin die schon im Vorfeld zusagte ihn kostenlos zu untersuchen und zu kastrieren. Die Erleichterung nach der Untersuchung: Abgesehen von einer Fehlstellung eines Fußes durch die ungeschnittenen Klauen ist Rudolph erstaunlich fit. Auch der Schafscherer kommt auf unsere dringende Bitte spontan vorbei, schneidet dem armen Schaf rund 25 kg Wolle vom Körper und nimmt sich auch seiner Klauen an.

Er bekommt also das volle Programm für ein neues Leben: Kastration, Schur, Klauenpflege – und vor allem endlich Fürsorge. Als Zeichen für sein neues Leben und die Nähe zum Weihnachtstag gaben wir ihm den Namen Rudolph.

Nach rund einer Stunde geht es weiter zu seinem neuen Zuhause am Lebenshof Sonnenweide. Dort darf Rudolph erst einmal in Ruhe ankommen, sich erholen, durchatmen. Und schon bald wird er seine neuen Freunde kennenlernen.

Herzlich willkommen, Rudolph. Dein neues Leben hat begonnen.

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