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Brutverhalten von Nandus

Das Brut- und Aufzuchtverhalten von Nandus ist sehr interessant. Bei ihnen brütet nämlich nicht das Weibchen sondern das Männchen ist derjenige der außer dem Eier legen die ganze Arbeit macht. Nandus werden mit ca. 3 Jahren geschlechtsreif. Äußerlich kann man Männchen und Weibchen kaum voneinander unterscheiden und  so wussten wir auch von unseren beiden Tieren nicht welches Geschlecht sie hatten, bis sie dann voriges Jahr beide begannen Eier zu legen. Wir haben also keinen Hahn und es gibt keinen Nachwuchs. 

 

Wenn die Tiere geschlechtsreif werden baut das Nandu Männchen ein großes Nest, führt mehrere Damen dorthin damit sie ihre Eier ablegen können. In der freien Natur legen auch die Weibchen ihre Eier in verschiedene Nester.  Zwischen 18 und 28 Eier können in einem Nest sein die dann vom Männchen zwischen 36 und 45 Tagen bebrütet werden. Die Jungen schlüpfen dann zeitlich nahe beieinander, innerhalb eines Tages. Nach weiteren 24 bis max. 36 Stunden verlässt  der Nandu Vater mit seinem sehr mobilen Nachwuchs das Nest. Unbefruchtete oder unzureichend entwickelte Eier bleiben zurück. 

 

Die Weibchen kümmern sich nicht um ihre Jungen, das übernimmt alleine das Nandu Männchen.

 

Unsere beiden Nandu Damen auf Hof-Sonnenweide legen ihre Eier fast im Vorbeigehen irgendwo in die Wiese oder auf die Pferdekoppel und gehen dann ohne sie zu beachten weiter. Auch wenn man sie ihnen unter den Schnabel hält zeigen sie überhaupt kein Interesse. Deshalb können wir sie ohne schlechtes Gewissen verschenken. Ein Nandu Ei entspricht ca. 10 Hühnereiern und kann genauso gegessen werden. 

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